Alice Cooper & Whitesnake in Essen

So, gestern abend war es also soweit – Whitesnake und Alice Cooper in der Grugahalle Essen. Ich war schon etwas aufgeregt, war Whitesnake doch so mit einer meiner ersten Kontakte zur Rockmusik. Von Alice Cooper kannte ich im Grunde nur Schools Out und Poisen..

Die Anfahrt zur Grugahalle war schneller und leichter als gedacht. Auch mussten wir nicht lange frieren, der Einlass ging ebenso reibungslos…

Nach kurzer Wartezeit und einer nicht vorhandenen- jedoch angekündigten – Vorgruppe, betraten Whitesnake recht unspäktakulär die Bühne und legten mit 3 Songs der des neuen Albums “Good to be Bad” vor. Recht schnell wurde klar, das David sehr wenig bis nichts Live singt. Die Passagen in denen er Live geschaltet war: ein Grauß! So war es auch nicht verwunderlich, das vereinzelte Pfiffe zu hören waren – David sollte das Vollplayback echt noch ne Runde üben – oder eben abtreten. Trotz alle dem tat es gut, viele der alten Songs “Live” zu hören – mitgröhlen inklusive!

Nach 1 1/2 Stunden trat Whitesnake dann auch ab – genau so unspektakulär wie sie gekommen waren.
Kurze Umbaupause – und die Alice Cooper Deko inkl Equipment schnell aufgebaut…

Ich muss echt sagen, das Alice Cooper die Whitesnake Rocker um LÄNGEN übertroffen hat. Auch wenn ich nicht alle Songs kannte, Alice schien Topfit und sang “Live”. Dazu natürlich eine coole Show mit Babypuppen, welchen er ein Messer ins Herz sticht, Blut welches aus den Puppen läuft, vieler grotesker Figuren auf der Bühne und zum Ende dann ein Alice Cooper am Galgen – erhangen!

Wirklich Cool! Zwar schockt das heute niemanden mehr wirklich – da ist Marylin Manson schon ne Nummer “moderner” – aber nichts desto trotz eine echt gute Show, gut ausgesteuert und mit vielen Schock-Einlagen.

Nach der Szene in der Alice erhängt wird, kommt natürlich dann endlich Schools Out und zum Schluss Poisen. Das entlässt die fans natürlich absolut seelig. Alice Cooper hat – als kleiner Wermuthstropfen – glaube ich, kein einziges Wort an das Publikum gerichtet – etwas schade. Eine Playlist von Whitesnake bzw. die Playlist von Alice gibts leider nicht – vielleicht hat ja einer mitgeschrieben..?!

Fazit:
Whitesnake FLOP
Cooper TOP

Comments

  1. So in etwa sahen das alle die ich am Samstag getroffen habe. Wenn an dem Abend der Name “Whitesnake” fiel kam aus allen Richtungen nur geschimpfe. Find ich auch einfach nur erbämrlich full playback zu singen… und das dann auch noch so offensichtlich und schlecht, dass es jeder merkt. Frechheit.

    Tja, und Onkel Alice ist eben über jeden zweifel erhaben.*g* Falls es dich tröstet: Der redet nie mit dem Publikum. Der zieht seine Show von vorne bis hinten perfekt einstudiert durch. Aber bei der Bühnenpräsens brauch der eh nicht reden. :)

  2. Es gab ne Vorband. Die fing aber schon um kurz nach 7 an und spielte nur 20-25 min.
    Whitesnake Playback? Na ja, ich saß in Block G. Zu weit weg um das im Detail zu sehen. Aber dann war es ein schlechtes Playback, denn wer mit Playback so schief singt…

    Alice redet nie mit dem Publikum. Das gehört zu der Show dazu. Alice Cooper als Alterego und Bühnencharakter ist halt ein Typ, den man nicht zum Nachbarn haben möchte.

  3. Ich (Whitesnake-Fan, hatte ihn das letzte Mal nach der Erfolgsplatte “1987″ live gesehen) muss leider die Einschätzungen meiner Vorgänger bestätigen. Wir hatten die “Freude” Whitesnake bereits am 16.11.2008 in Zürich (ohne Alice Cooper) erleben zu dürfen. Ich bin zwar kein Musiker, aber habe dieses Jahr dann doch 9 Konzerte bzw. Open Airs gesehen. Als Coverdale auf die Bühne kam (wir waren ca. 5 m davon entfernt) und mit dem Gesang loslegte, schauten mein Kumpel und ich uns nur gross an: Playback? Er muss eine erstaunliche Gesangstechnik haben, denn die Lippen bewegten sich nicht ganz synchron zu dem, was aus den Boxen kam und es muss zudem ein Super-Mikro sein: Wenn man das Mikro einen halben Meter weghält und doch noch alles originaltreu rauskommt. Was gegen das Playback spricht: Die Gesangsleistung war bei einigen Songs (wie Still of the night) fast zu schlecht als dass es vom Band sein könnte. Da half es auch nichts, dass die Band ihn doch sehr stimmkräftig im Background unterstützte. Playback oder nicht: Das war’s dann wohl, Herr Coverdale. Die Rente ruft.

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