Kadu Borani – dieses Gericht ist der absolute Geschmackswahnsinn! Eine wahre Geschmacksexplosion aus Süße, Schärfe und Fruchtigkeit. Für mich ist das afghanische Kürbis Gericht eines der leckersten Gerichte überhaupt – egal ob klassisch als Vorspeise oder als vegetarischer Hauptgang! Ein echtes MUST EAT!

Update: Beitrag & Rezept geupdated – unter dem Rezept noch ein paar Tips hinzugefügt.

Herkunft und Geschichte des Butternut Kürbis Gerichtes

Kadu Borani ist ein traditionelles Gericht aus der afghanischen Küche, das aus Kürbis, Joghurt, Gewürzen und Kräutern besteht. Das Gericht ist sehr beliebt und wird oft als Vorspeise oder Hauptgericht serviert. Es passt hervorragend in den Herbst – also die Kürbiszeit – ist aber das ganze Jahr über ein Gaumenschmaus.

Die genaue Entstehung des Gerichts ist nicht bekannt, aber es wird vermutet, dass es bereits im 16. Jahrhundert in Afghanistan serviert wurde. Das Gericht ist eng mit der indischen Küche verwandt, da es viele ähnliche Zutaten und Gewürze verwendet.

Die Hauptzutat von Kadu Borani ist der Kürbis. In Afghanistan wird traditionellerweise Butternut-Kürbis verwendet, aber auch andere Sorten wie Hokkaido-Kürbis oder Muskatkürbis sind möglich.

Kadu Borani ist ein sehr vielseitiges Gericht, das mit verschiedenen Gewürzen und Kräutern variiert werden kann. So kann man zum Beispiel Ingwer und Kurkuma hinzufügen, um dem Gericht eine schärfere Note zu verleihen. Auch Minze oder Petersilie sind beliebte Zutaten.

Kadu Borani ist ein leckeres und nahrhaftes Gericht, das sich perfekt für die Herbst- und Winterzeit eignet. Es ist ein guter Begleiter zu Reis oder Brot und kann auch als vegetarische oder vegane Mahlzeit serviert werden.

Afghanischer Kürbis – ob als Vorspeise oder Hauptgang ein echter Genuss

Ich nenne das Gericht Kadu Borani – im Internet werdet ihr weitere Bezeichnungen finden (z.B. Kadu Boranee oder auch Boorani Kadu). Alle bezeichnen jedoch die gleiche Speise: Butternutkürbis in Tomatensauce mit Honig, Ingwer, Jogurt und Minze.

Und ich kann Euch sagen, dieses Kürbis Rezept ist ein Traum! Ein Hochgenuss!
Die Mischung aus süß, scharf, sauer und frisch bringen die wenigstens Gerichte in dieser Intensität und Schmackhaftigkeit mit. Dazu ist das Gericht vegetarisch und wirklich gesund.

Ich empfehle jedem, dieses Gericht einmal zu probieren. In Afghanistan wird es als Vorspeise oder Side Dish gereicht. Es taugt aber auch sehr gut als komplettes Essen – also den Hauptgang, dann einfach etwas Reis dazu servieren.

Ich kann es nur nochmal wiederholen: Die Schärfe von Cayennepfeffer und Ingwer plus die Süße des Honigs ist schon ein echter Traum. Zusammen mit dem leicht säuerlichen Jogurt und der frischen Minze ist es ein Geschmackserlebnis, welches man nicht alle Tage findet.

Kadu Borani Rezept Tipp
Oft wird anstatt Honig brauner Zucker verwendet. Ich persönlich schwöre auf den Honig. Er bringt einfach eine andere Geschmacksnote mit sich als Zucker. Was die Konsistenz betrifft, hat jeder seine Vorlieben. Ich mag es, wenn die Sauce gut reduziert und sämig-dickflüssig ist. Alleine die Sauce als Dip für das Brot ist sehr geil.
Auch was die Konsistenz des Kürbis angeht, gibt es unterschiedliche Meinungen – ich mag ihn eher schön weich und gut durch gekocht. So können die Minutenwerte aus dem Rezept bzw. in der Koch-Anleitung nach belieben etwas verlängert oder verkürzt werden.

Wenn ihr das Rezept ausprobiert habt und Tipps oder Variationen probiert habt, freue ich mich über Eure Kommentare.

Jetzt aber erstmal viel Spaß beim Kochen und guten Appetit!

Kadu Borani Rezept

4.91 von 21 Bewertungen
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Gesamtzeit 45 Minuten
Portionen 4 Personen
Kalorien 541
Eine Geschmacksexplosion – Kürbis afghanische Art mit Ingwer, Honig, Jogurt und frischer Minze

Kochutensilien

  • Mittelgroßer Topf
  • Große Pfanne

Zutaten

  • 1,5 kg Butternutkürbis
  • 250 ml passierte Tomaten
  • 1 EL Tomatenmark
  • 80 ml Olivenöl
  • 450 ml Wasser
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Pfeffer
  • frischer Koriander (Sollte kein frischer Koriander da sein, geht auch Koriander aus der Gewürzdose)
  • 1 TL Cayenne Pfeffer
  • 150 ml Honig
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 EL Ingwer
  • 250 g Naturjogurt
  • 1 Bund frische Minzblätter
  • 1 Pita oder Fladenbrot

Anleitungen 

Zubereitung Tomatensauce

  • Eine halbe Zwiebel in kleine Stücke würfeln
  • Etwas Öl in den Topf geben und darin die Zwiebelwürfel kurz glasig schmoren
  • Anschließend hinzufügen: Passierte Tomate, Tomatenmark, 200ml Wasser, Cayennepfeffer (Bitte aufpassen wegen der Schärfe!) salzen und pfeffern. Solltet ihr keinen frischen Koriander nutzen, muss an dieser Stelle auch das Korander Gewürz hinzugegeben werden.
  • Bei geschlossenem Deckel ca. 20 Minuten auf kleiner Stufe kochen

Zubereitung Kürbis

  • Den Kürbis schälen, entkernen und in kleine, mundgerechte Stücke schneiden (ca. 1 – 2 cm)
  • Öl in der Pfanne erhitzen und die Kürbisstücke darin leicht braun braten
  • Den Ingwer fein hacken, die zweite Hälfte der Ziebel in klein würfeln
  • Ist der Kürbis leicht angebräunt, den Ingwer und die Zwiebeln dazu geben und ca. 2 Minuten mit anbraten
  • Mit ca. 250ml Wasser ablöschen Cayennepfeffer (Achtung – passt mit der Schärfe auf!), Salz und Pfeffer würzen – das ganze auf kleiner Stufe weiter abgedeckt köcheln (ca. 15 Minuten)
  • Nach 15 Minuten die gekochte Tomatensauce mit in die Pfanne zum Kürbis geben und alles gut vermischen
  • 150ml Honig hinzufügen und gut unterrühren (Auch hier etwas aufpassen und lieber mit weniger Honig starten und zwischendurch die Süße testen)
  • Nun alles ohne Abdeckung auf kleiner Stufe so lange weiterkochen, bis der Kürbis schön weich ist und die Flüssigkeit etwas reduziert ist. Es sollte eine schöne, dickflüssige und sämige Tomatensauce entstehen
  • Nach ca. 30 Minuten ggf. nochmals mit Honig und Cayennepfeffer nachwürzen um die gewünschte Süße und/oder Schärfe zu erhalten und ggf. nochmals mit Salz abschmecken
  • Frischen Koriander hacken (Menge nach Geschmack) und kurz bevor der Gericht serviert wird unter die Masse rühren.

Jogurt und Minze

  • Die Minze fein hacken
  • Den Jogurt mit etwas Salz und Pfeffer würzen

Anrichten

  • Den fertigen Kürbis auf einen tiefen Teller geben, genug Sauce mit auf den Teller geben
  • Etwas Jogurt mit einem Teelöffel über den Kürbis verteilen
  • Zum Schluss die gehackte Minze über alles geben und ein warmes Stück Pita- oder Fladenbrot dazu servieren

Notizen

Hier noch ein paar Hinweise zum Rezept:
  • Ich persönlich finde frischen Koriander lecker. Kadu Borani funktioniert aber genau so gut und lecker mit Koriander Gewürz. Der einzige Unterschied ist der Zeitpunkt zu dem der Koriander in das Gericht kommt.
  • Vorsicht Geboten ist mit Cayenne Pfeffer (wird u.U. schnell zu scharf für einige Mitesser) und Honig (wird schnell zu süß). Deswegen mit diesen beiden Zutaten aufpassen und lieber einmal mehr abschmecken als einmal zu wenig.
  • Das Gericht funktioniert mit fast allen Kürbis Arten (ich habe noch von keinem Kürbis gehört, mit dem es nicht ging
  • Ingwer: Wenn ihr frischen Ingwer nehmt finde ich gerieben besser als gehackt – gibt einfach besser den Geschmack in die Sauce ab. Ich persönlich nutze immer diese kleinen, tiefgefrorenen, frischen Ingwer Würfel. Super zu dosieren und sie lösen sich schnell und leicht auf.
Kalorien: 541kcal
Gericht: Vorspeise
Küche: Afghanistan
Keyword: Kürbis

Nährwerte

Calories: 541kcal
Author

Ich bin Thorsten und liebe es zu kochen. Speziell ausgefallene Sachen mit wilden Zutaten haben es mir angetan. Ich bin kein Profi, lerne aber jeden Tag etwas Neues.

7 Comments

  1. Andreas Hautmann Reply

    Mangels Butternut gleich beim ersten Mal. War sehr lecker, beim zweiten Mal dann Butternut genommen, ebenso lecker.

  2. Ich fände es hilfreich, wenn bei der Zubereitung der Tomatensoße die Aufteilung von Wasser, Pfeffer und Cayennefpeffer beschrieben wäre.
    Ich habe leider die komplette angegebene Menge Wasser und Cayennepfeffer schon in die Tomatensoße gegeben und habe dann den Kürbis trotzdem mit der angegebenen Menge Wasser gekocht, weil er sonst nicht gar geworden wäre.

  3. Hallo Thorsten,
    ich habe eine Frage zu dem Rezept.
    Du schreibst
    3 TL Koriander -> gemahlen oder frische Blätter?
    2 EL Ingwer -> gemahlen oder frisch und klein gehackt?
    Danke Dir für eine kurze Rückmeldung.
    Viele Grüße,
    Sabine

    • Hallo Sabine,

      ich empfehle immer frischen Koriander – gehackt (oder auch as Deko ungehackt obendrauf 😉 )
      Ingwer – gute Frage!
      Ich nehme immer diese kleinen, fertig pürierten, gefrorenen Würfel.
      Gemahlen gibt aber hier den meisten Geschmack.

  4. Elena Wagner Reply

    Hallo Thorsten,
    Du schreibst „200 ml Tomatenmark“ …
    Meinst du tatsächlich Tomatenmark -> eine ganze 200 mg Tube oder vielleicht 200ml Tomatensauce, sie tatsächlich in ml gemessen wird.
    Vielen Dank

    • Hallo Elena,

      Du hast recht – passierte Tomaten sollte da stehen.
      Habe ich grade im Rezept angepasst.
      Danke für den Hinweis.

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